Glasbachrennen

Es war eine Top-Veranstaltung mit Dimensionen: Das 18. Internationale ADAC Glasbachrennen im Thüringer Wald vom 26. bis zum 28. Juli 2013, das erstmals zur Berg-Europameisterschaft zählte. Wie bitte, drei Tage? Ja, richtig. Denn bereits am Freitagabend stimmten sich Aktive und Fans im Rahmen einer Fahrerpräsentation am Ortsrand von Bad Liebenstein auf das bevorstehende Kräftemessen im teils ultraschnellen, 5500 Meter langen „Eiskanal“ ein.

Nach der Neuordnung des Gruppe H Reglements in Sachen Motorblock durch den DMSB sind Thomas Stelberg und Jürgen Schneider mit dem 1150er Schneider Polo Coupé 16V in die Gruppe H zurück gekehrt. Thomas übernimmt am Glasbach den aktiven Part, sitzt im Cockpit, fährt zur Trainingsbestzeit und zum Klassensieg. Quasi in seinem Windschatten, nach den beiden Wertungsläufen lediglich 0,748 Sekunden zurück, fliegt ein angriffslustiger Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing den Glasbach hinauf, holt sich Klassenplatz zwei und den Sieg in der 1150er KW 8V-Trophy Wertung.

Die Geschichte der 2-Liter Klasse der Gruppe H ist – wie schon in Homburg – wieder eine ganz besondere. Aber diesmal greift sie noch tiefer, wird unfassbar, erhält galaktische Dimensionen, löst ein Bergrennsport-Erdbeben aus. Jörg Weidinger holt sich im BMW 318i STW seines Teampartners Dieter Rottenberger die Trainingsbestzeit vor André Wiebe und Norbert Wimmer im 8-Ventiler BMW 2002. Beim genauen Hinsehen fallen zwei Dinge auf: Das relativ große Zeitpolster von 5,284 Sekunden zwischen Jörg und André, dazu der geringe Rückstand Jörgs von nur 1,56 Sekunden auf den aktuellen Tourenwagen Streckenrekord, den Dan Michl im 450 PS Opel Michl Speedster 2012 mit 2:30,119 aufstellte. Leichtes Achselzucken allerorten, nun, hm, der Weidinger Faktor, der könnte es gewesen sein, daran könnte, ja muss es liegen.

Jörg Weidinger schraubt seine Trainingszeit von 2:31,680 auf 2:29,443 herunter. Das ist neuer Tourenwagen Streckenrekord! Unglaublich, aber wahr: Jörg Weidinger führt das Tourenwagen Gesamtklassement nach wie vor an.

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